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31.03.2007 - Grazer Kleinkunstvogel-Wettbewerb
Drei Frauen - allesamt aus der Wiener Improszene und von diversen Fernseheinsätzen ("Frischlinge", "Was gibt es Neues?") bekannt, traten gegen zwei Männer im Theatercafe Hin & Wider an - das Duo Anita Zieher & Maria Magdalena Leeb sowie Susanne Pöchacker gegen Roland Hefter aus München und
Marcel Dengel aus dem Vorarlberger Nüziders.
A. Zieher& M. Leeb zogen Startnummer 1 und brachten Ausschnitte aus ihrem ersten gemeinsamen Programm
"immer anders", das unter der Regie von Jim Libby bis zum Herbst bühnenreif sein soll.
Aus scheinbar belanglosen Dialogen über Träume und Tagesabläufe schlüpfen die beiden hochtalentierten Schauspielerinnen, die im Zivilberuf als Trainerin und Hauptschullehrerin ihre täglichen Brötchen verdienen, in die unterschiedlichsten Rollen.
Sie konfrontierten uns nicht nur mit überaus witzigen Gedankenspielereien rund um die Themen "Ich schau mir prinzipiell jedes Spam-Mail an, weil ich große Achtung vor den Absendern habe", "Heutzutage muß alles Spaß machen, auch der Sex. Früher war man als Frau einfach nur dabei" und "Ich habe auf der Vernissage damals der Kdolsky schon gesagt, dass ich das mit den Kondomen und dem Schweinsbraten sehr okay finde", sondern auch mit einigen wunderbaren Erkenntnissen aus persönlichen Erfahrungsschätzen wie "Feng Shui hilft auch nach dem Konkurs" oder "Traumfänger gibt es auch als Job". Herrlich erfrischend, überaus sympathisch und - vor allem - eine extrem ausbaufähige Performance.
Der Zweite im Rittern um das Kleinkunstvogel-Duo - gestaltet von der Keramikklasse der Höheren Technischen Bundeslehranstalt Graz - war der Münchner Werbegrafiker Roland Hefter mit Ausschnitten aus seinem musikalischen Programm "Urlaub auf der Wiesn", das es im übrigen auch bereits auf CD gibt. Er punktete mit seiner "Bayrischn Goschn" und seiner sympathischen Art Geschichten zu erzählen und leicht zugängliches Liedgut mit durchaus witzigen Texten à la "Single Socke" oder "Irgendwann" vorzutragen.
Naja, und beim ziemlich heftig-deftigen "Ein Münchner in Bangkok" bewies er neben schauspielerischem Talent und Bierbauchansatz auch noch explizit Mut zur - Eigendefinition - Ekelhaftigkeit.
Völlig verwandelt und zur alles andere als attraktiven Bühnenfigur "Grete" mutiert kam nach der Pause die Scheibbser Diplom-Physikerin Susanne Pöchacker auf die Bühne und packte neben ihrem Erfahrungsschatz als Projektmanagerin, Trainerin und Coach auch jenen aus dem Improtheater und ihrer Ausbildung zum cliclown aus. Obzwar mit einer gehörigen Portion Nervosität angereichert kamen ihre Dienstleistungen als Grete sehr gut an. So kann man sie bei etwaigen Flatulenzen als "Windsbraut" buchen, bei notorischen Unsicherheiten (z.B. ob der Gashahn abgedreht ist oder das Haustor zugesperrt) als "Neurosenrenner", als "Letzte Raucherin" oder als "Trennungspoetin". Alles in allem eine fein geschliffene Figur mit enormem Potenzial, überraschenden Einfällen und wirklich witzigen, starken Texten.
Last but keineswegs least wandelte der Vorarlberger Marcel Dengel nicht nur auf Alf Poiers Spuren,
sondern versuchte sich als sebsterklärter "König des Nichts" auch in jene von Leo Bassi oder Chris Lynam zumindest hineinzublicken. Nur: Da fehlen dem Gebietsverkaufsleiter aus Nüziders schlichtweg noch Welten.
Auch wenn er sich noch so - ein bisserl übermotiviert, aber immerhin - exzessiv entblätterte und einer waschechten Ganzkörperpanier hingab um schlußendlich - dick mit Ketchup beckleckert - in einen Anzug zu steigen.
Blöd, wenn - wie das Grazer Theatercafé - eine Kleinkunstbühne keine Dusche hat.
Gewonnen hat schlußendlich Susanne Pöchacker, und zwar beide Preise -
den Grazer Kleinkunstvogel und den Publikumsvogel.
Allerdings, und das sei explizit erwähnt, jeweils nur ganz knapp!
Von der Jury aus ganz knapp vor A. Zieher & M. Leeb und vom Publikum aus ganz knapp (mit nur einer einzigen Stimme Unterschied) vor Roland Hefter.
Eine Zusammenfassung des Finales können Sie am
Sonntag (Ostersonntag), 8. April 2007, 22.05 Uhr in der Ö1-Radiosendung „Contra“anhören.

Im Bild von links: der frisch panierte Marcel Dengel, Siegerin Susanne Pöchacker als Grete, Roland Hefter, Maria Magdalena Leeb, Anita Zieher und Moderator Simon Pichler
(Quelle: kleinundkunst - Foto: Petra Roller)

Es war wieder soweit!
Der IMPRO-CUP 2007 hat diesmal von 22.03-24.03 in Graz - Österreich - Orpheum Graz - statt gefunden!
Über den ersten Platz konnten sich das Theater im Bahnhof freuen!
Den zweiten Stockerl-Platz teilen die Gruppen Berlin und München.

Im Rahmen der TAG-Schicht wurde am 21.01.2007 vom TAG (Theater an der Gumpendorferstraße) ein
Förderpreis für innovative Impro-Performance in der Höhe von € 2.500,- ausgeschrieben!
Der Preis wurde nach dem Prinzip ‘ganz oder gar nicht’ vergeben und ist verbunden mit einem
Folgeauftritt im TAG zu Beginn der nächsten Saison.
Die Gewinner des Förderpreis für innovative Impro-Performance des TAG
1. Platz
Confessiones
(Einreichung Magdalena Leeb, Charlotte derStern, Anita Zieher und der BOKU Chor Wien)
2. Platz ‘ex aequo’
Carpa.Normal
(Einreichung Gerda Schorsch)
„1001 wahrscheinliche Syndrome“
(Einreichung Christina Lederhaas, Joachim Kapuy)
Quelle: dastag.at

Das Eröffnungsfest - Park - Ruhe- und Sinnesgarten
Am 13. Juli 2006 war es soweit – der Ruhe- und Sinnesgarten in der Siebenbrunnengasse 29 Wien 5 wurde mit einem großen Fest eröffnet. Etwa 200 interessierte Personen stimmten sich auf das Ambiente des Gartens durch Pilates und Yoga ein.
Um 18 Uhr begann die offizielle Eröffnung mit einigen Reden. Wolfgang Tausig von der agenda.gruppe Ruhe- und Sinnesgarten erzählte von seinen Erfahrungen der letzten Jahre. Andrea Binder-Zehetner (Verein Lokale Agenda 21 Wien) unterstrich die Wichtigkeit von Gestaltungsprojekten an denen viele Menschen mitarbeiten. Letztlich führe das zu tragfähigeren Ergebnissen. Cornelia Ehmayer, die Projektleiterin der agenda.margareten betonte, dass die Umgestaltung in den letzten drei Jahren das größte und am intensivsten begleitetes Agendaprojekt gewesen sei. Und meinte weiters: „Wir haben alle viel gelernt, über den Bezirk, über das Magistrat und wie Dinge in der Stadt so funktionieren. Dieses gemeinsame Wissen und die Erfahrungen haben dazu geführt, dass es nun eine Grünoase mitten in der Stadt gibt.“ Auch Bezirksvorsteher Kurt Wimmer zeigte sich über die Grünoase sehr erfreut und bedankte sich dafür herzlich bei allen Beteiligten.
Biobaguettes, Sommergemüse und Obstspieße stillten anschließend den ersten Hunger der Anwesenden. Die Künstlerinnen und Künstler der Schauspielgruppe Impro.a(r)t aktivierten in der Dämmerung erfolgreich die anwesenden Gäste und fingen mit ihnen gemeinsam die aktuelle Stimmung und die Visionen zur agenda.margareten ein. Martin Mikulik, stimmte mit seiner Gitarre und seinem Gesang den Festausklang an. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied Imagine (von John Lennon) ging ein schöner Tag im Ruhe- und Sinnesgarten zu Ende.
Quelle: Agenda21

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